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Dinkel (Triticum spelta) ist eine ältere Kulturform des Weizens,
und wie dieser stammt er von den Wildgräsern ab. Vor 5000 Jahren
wurde Dinkel schon nachweislich in Asien kultiviert. Von dort kam er später
nach Europa. Die Hauptanbaugebiete in Deutschland liegen im Südwesten.
Heute werden nur noch 10% der 400 000 Hektar, die vor 150 Jahren mit Dinkel
bebaut wurden, dafür genutzt. Dies liegt daran, daß Dinkel
im Ertrag weniger als Weizen einbringt. Daher ist der Dinkel auch teurer
als Weizen.
Dinkel kommt auf sandigen und armen Böden gut zurecht und muß wenig oder gar nicht gedüngt werden. Wie bei Wildformen des Getreides hat der Dinkel eine brüchige Ährenspindel, wodurch sich der Dreschvorgang erschwert. Das Korn ist auch schwer zu entspelzen, was auch im Namen (Dinkel heisst auch Spelz, lat. Triticum speltum) anklingt. Der feste Spelz des Dinkels hat aber auch einen Vorteil: er schützt das Korn vor Umweltgiften.
Dinkel ist oft eine gute Alternative bei einer Weizeneiweiß-Allergie, weil Dinkeleiweiß anders aufgebaut ist als das des Weizens. Wir backen z.b. ein
Vollkornbrot aus 100% Bio-Dinkel und reine Dinkelbrötchen.